Kulturelle Highlights in Antalya und Umgebung

Die Region Antalya hat nicht nur traumhafte Strände zu bieten, sondern hält auch viele Entdeckungen für Kulturliebhaber parat. Neben Sightseeing in der Stadt empfehlen sich Tagesausflüge zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.


Antalyas historisches Zentrum

Das historische Zentrum, Kaleci Bezirk genannt, befindet sich direkt an den Steilklippen, wo einst der römische Hafen lag. Heute ankern hier luxuriöse Yachten. Die Lage war nicht umsonst gewählt, denn die Klippen boten einen natürlichen Schutz, sodass nur an drei Seiten Stadtmauern errichtet werden mussten. Noch heute sind deren Reste sichtbar. Innerhalb der Altstadt liegt das Hadrianstor, das der römische Kaiser als Triumphbogen errichtete und das zu beiden Seiten von Wehrtürmen eingefasst ist. Der südliche Turm widmete Hadrian seiner Schwester Paulina, der andere Turm ist eine Hinterlassenschaft der Seldschuken aus dem 13. Jahrhundert. Die Gassen der Altstadt laden Sie ein zu einem gemütlichen Bummel und einer Teepause. Steht Ihnen noch mehr Sinn nach Erholung, können Sie einen Abstecher in den Karaalioglu Park machen, wo auch das antike Stadttheater liegt. Gleich am Eingang passieren Sie den römischen Hidirlik Turm mit seinem wuchtigen Sockel, der zum Schutz des Hafens errichtet wurde. Steht Ihnen mehr der Sinn nach quirligem orientalischem Leben, tauchen Sie einfach in das Basarviertel im Norden der Altstadt ein. Tipp: Handeln ist hier üblich, steigen Sie mit 50-30 % des Preises ein.


Moscheen in Antalya

Die Yivli Minare Moschee mit ihrem 38 Meter hohen Minarett ist seit 1373 eines der Wahrzeichen von Antalya. Die sechs Kuppeln des Bauwerks ruhen auf 12 Säulen aus der Römerzeit. Auf dem Gelände befinden sich eine Koranschule und die Mausoleen von zwei Seldschuken-Herrschern. Die 1570 errichtete Murat Pascha Moschee im gleichnamigen Stadtteil steht für eine eher nüchterne Epoche in der osmanischen Architektur. Besonders sehenswert sind die Kalligrafien an den Innenwänden. Berühmt für ihre prächtigen Kachelvertäfelungen mit Versen aus dem Koran ist die im 18. Jahrhundert erbaute Mehmet Pascha Moschee im Stadtteil Kalekapisi. Direkt in der Altstadt befanden sich an der Stelle der Kesik Minare Moschee bereits ein römischer Tempel und eine byzantinische Kirche. Nach der Eroberung von Antalya durch die Seldschuken wurde das Gebäude zur Moschee umgewandelt. Anfang des 19. Jahrhunderts zerstörte ein Feuer die Moschee. Das Minarett blieb heil, lediglich seine Spitze brach ab, woher der heutige Name "Moschee des abgebrochenen Minaretts" stammt. Im Mevlevi Kloster, dem Ordenshaus der tanzenden Derwische, wird zeitgenössische Kunst ausgestellt.


Museen in Antalya

Tief in die Geschichte der Stadt tauchen Sie im Archäologischen Museum ein. Mit 13 Ausstellungsräumen und über 5000 Exponaten gehört das Museum zu den größten der Türkei. Die thematische Gliederung macht es leicht, die einzelnen Teilbereiche der Geschichte der Region zu entdecken. Im Atatürk Haus hielt sich der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, regelmäßig zwischen 1930 und 1935 in Antalya auf. Heute ist das Gebäude Nationalmuseum und stellt Exponate aus dem Nachlass des Staatsmannes aus. Darunter seltene Fotos, sein Schlafzimmer sowie zwei Arbeitszimmer. Ein Muss, um die jüngere Geschichte des Landes zu erkunden.


Ausflüge außerhalb von Antalya

15 km außerhalb von Antalya liegen die Ruinen von Perge. Die Stadt wurde bereits vor 6000 Jahren von den Hethitern gegründet. Heute ist das prächtige Amphitheater ein Besuchermagnet. Ein weiteres Theater mit einer gut erhaltenen Akropolis liegt in Aspendos. Ein Ausflug nach Aspendos lässt sich mit der Altstadt von Side kombinieren, das mit einem Mix aus osmanischer und römischer Geschichte aufwartet. Eine perfekte Kombination aus Sightseeing und Strandtag bietet das antike Olympos. An der D 350 Richtung Budur liegt die Karain-Höhle. Die Siedlungsspuren in der größten bewohnten Höhle der Türkei sind 40.000 Jahre alt. Absolutes Highlight: Eine eintägige Ausflugsfahrt zu den Kalkterrassen von Pamukkale, die zum UNESCO Weltnaturerbe zählen.